Historie

Historie

Nachdem einige Bremer Realschüler bereits seit 1902 die Gründung des Vereins planten, setzten sie diese am 1. Januar 1906 um und machten Willi Wenhold zu ihrem ersten Vorsitzenden, ihm standen sein Bruder Gustav, die Gebrüder Behrje und Willi Feht zur Seite.
Der ursprüngliche Name Bremer Ballspielverein – Sport – von 1906 , kurz BBV Sport, wurde am 1. August 1920 zu Gunsten der Bezeichnung Bremer Sportverein von 1906 abgelegt.
In den Vereinsfarben gelb und rot spielte die junge BBV Sport gegen die Vereine Freya, Eintracht, Woltmershausen, Bremensia, später gegen Stern, Teutonia und Pfeil. Dem Vorbild des 1905 gegründeten Norddeutschen Fussball- Verbandes folgend, schlossen sich am 1. Januar 1907 mehrere Bremer Spielgemeinschaften zum Bund Bremer Fussballvereine zusammen. Nach spannungsreichen Begegnungen errang der BBV Sport in der Endspielverlängerung gegen Bremensia (4:3) den Titel “Meister des Bundes Bremer Fussball Vereine 1907″.

Seit 1908 nahm der Verein vom rechten Weserufer im Ligabetrieb des Norddeutschen Fussballverbandes teil. Nach dem ersten Weltkrieg musste sich der Verein eine neue Heimstätte suchen und wurde im Herzen der Stadt , im Bürgerpark hinter dem Hauptbahnhof, fündig. Nach zähen Verhandlungen mit der Stadt und zahlreichen Flugblattaktionen, Werbeveranstaltungen usw. wurde das Gelände 1919 zur sportlichen Nutzung freigegeben. Doch die eigentliche Arbeit begann jetzt erst, denn der Verein selbst hatte für die Errichtung eines Sportplatzes zu sorgen.

Am 1.August 1920 war es dann soweit. Nachdem sich der Verein am Vortag von BBV Sport offiziell in Bremer Sportverein von 1906 , kurz BSV, umbenannt hatte, konnte das erste Spiel starten. Das Eröffnungsspiel gegen ABTS ( später ATSV Bremen 1860) ging zwar 0:1 verloren, aber die anwesenden 4000 Zuschauer deuteten an, daß der neue BSV sich ein erweitertes Umfeld erschliessen sollte. Der neue Standort ermöglichte dem Verein ganz neue Möglichkeiten, denn neben dem vornehmlich aus dem Arbeitermilieu stammenden Urpublikum erschloss sich den Umgezogenen jetzt auch das eher wohlhabende Bürgertum. Das neue, heterogene Publikum ermöglichte den Wandel vom Stadtteilverein zum Stadtverein.

 

 

In den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts spielte die Mannschaft in der Westkreisliga / Weser / Jade, der damaligen höchsten norddeutschen Spielklasse, und belegte dort nach der ersten Saison 1922 den zweiten Platz hinter dem Allgemeinen Bremer Turn und Sportverein. Die Liga wurde im nächsten Jahr in die Staffeln Weser und Jade getrennt, in der der Bremer SV zunächst dritter und 1925 mit dem Trainer Gyula Feldmann schließlich erster wurde. Der Ungar formte nicht nur eine konkurrenzfähige Mannschaft, sondern er sorgte mit seinen guten Kontakten auch für internationales Flair in Bremen, wenn Mannschaften wie Juventus Turin oder der FC Basel beim BSV gastierten.
Nach dem Endspielsieg gegen Komet Bremen wurde die Mannschaft in diesem Jahr Bezirksmeister, unterlag aber in der folgenden Qualifikation zur Endrunde Kilia Kiel. Nach der Bezirksligameisterschaft im nächsten Jahr durch einen 6:1 Endspielsieg gegen den SV Werder Bremen, folgte das erneute aus. Ab 1927 spielte der Verein in der Staffel Weser und wurde in dieser Saison zweiter, bevor der Betrieb in der Liga für ein Jahr eingestellt wurde.
In den Jahren 1930 und 1931 wurde man allerdings wieder Staffelmeister. Doch nur im Jahr 1931 gelang der Vorstoß in die Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft.

 

Zwar gehörte der Bremer SV neben Werder und den Kometen in Jahr 1933 zu dem Bremer Trio, welches in die neu geschaffenen Gauligen eingegliedert wurde, doch schon zwei Jahre später stieg man wieder ab.
Gleichzeitig verlor man den Bürgerpark-Sportplatz, da dieser als Aufmarsch-u. Paradiergelände konfisziert wurde.
Der BSV durfte nun nicht mehr Stadtverein sein, der er gerne bleiben wollte, sondern musste in den Ursprungsstadtteil Walle zurückkehren.
Im Jahr 1934 wurde der bekannte Sportplatz an der Dedesdorfer Strasse durch die Zwangsvereinigung mit dem Allgemeinen Arbeiter-Turnverein der westlichen Vorstadt dem BSV übereignet.

 

Im Jahr 1936 wurde der ” Sportplatz des Westens” mit dem Einweihungsspiel gegen Werder offiziell übergeben.
Der Sportplatz an der Dedesdorfer Straße, auf dem bis ins Jahr 2011 noch trainiert und gespielt wurde, erwies sich allerdings als sehr stadtteilnahe und anwohnerfreundliche Spielstätte : Die nächsten Nachbarn der Anlage konnten die Spiele notfalls von den Fenstern ihrer Wohnungen aus verfolgen. Das konnte in der Tat zur Notwendigkeit werden, denn in den nun folgenden Jahren – bis etwa 1940- füllten mitunter tausende von Anhängern die bescheidenen Ränge, es blieb kein Stehplatz mehr frei…

 

 

Ab der Saison 1947/48 spielte der Bremer SV in der Oberliga Nord, einer der neu gegründeten, regional unterteilten Oberligen, die damals die höchste deutsche Spielklasse darstellten. Die Heimspiele wurden dann im Weserstadion ausgetragen. Anfangs meist im Mittelfeld platziert, wurde im Jahr 1949 mit dem fünften Rang die beste Platzierung erreicht. Damit lag der Verein vor dem Lokalkonkurrenten SV Werder Bremen, der ihn erst in den nächsten Jahren überflügeln konnte. Der damalige Zuschauerschnitt lag , aus heutiger Sicht bei fast unfassbaren 16.000 Zuschauern. !
Für einen zu den Endspielen um die deutsche Meisterschaft berechtigenden Platz reichte es nie, statt dessen folgte 1955 der Abstieg in die Amateurliga. Seit 1963 trägt der Bremer SV seine Heimspiele am Panzenberg aus. Der Panzenberg musste anfangs mit MTV 1875 und TV Doventor geteilt werden. 1967 wurde dieser Platz mit einer überdachten Tribüne sowie neuen Umkleide-und Klubräumen ausgestattet.

 

In der Aufstiegsrunde 1958 war der Verein erfolglos, stieg jedoch 1961 wieder in die Oberliga Nord auf. Ein sofortiger Wiederabstieg und somit das Nichtqualifizieren für die 1963 gegründete Bundesliga folgten.

Im Jahr 1965 stieg der Bremer SV in die Regionalliga Nord (die damalige zweite Liga) auf. In der Saison 1965/66 belegte der BSV den 13ten Platz. In der darauffolgenden Saison 1966/67 stieg der BSV als 17ter wieder ab.

In der Saison 2006/07 wurde der Bremer SV Meister der Verbandsliga Bremen. Ein Aufstieg in die Oberliga Nord blieb dem Verein jedoch verwehrt: Das zuständige Gremium des Norddeutschen Fußballverbandes lehnte 2007 den Lizenzantrag für diese Spielklasse wegen „Fehlens wirtschaftlicher Voraussetzungen“ ab.

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